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Die wichtigsten Regeln für Hunde in Hamburg

 

Die wichtigsten Regeln für Hundehalter in Hamburg. Du ziehst mit Hund nach Hamburg oder wohnst schon in Hamburg und möchtest einen Hund adoptieren? Dann kannst du hier die wichtigsten Regeln für Hundebesitzer in Hamburg nachlesen.

1. Anmeldung & Hundesteuer 

Der vierbeinigen Familienzuwachs muss binnen 2 Wochen nach der Aufnahme in Hamburg angemeldet werden. Bei Welpen muss die Anmeldung bis zum Alter von 3 Monaten erfolgen.

Alle Hundehalter*innen in Hamburg sind verpflichtet, eine Hundesteuer zu zahlen. Diese beträgt 90 Euro pro Jahr (bei gefährlichen Hunden 600 Euro/Jahr). Hinzu kommt eine einmalige Gebühr für die Anmeldung des Hundes.

Wer eine Schwerbehinderung von 50 Prozent oder mehr hat oder Leistungen zur Sicherung seines Lebensunterhaltes erhält, ist von der Hundesteuer befreit, sofern man nicht mehr als einen Hund hält.

Für Hunde aus dem Tierheim Süderstraße gibt es im ersten Jahr eine Hundesteuerermäßigung (48 statt 90 Euro). Ermäßigungen und Befreiungen gelten nicht für Listenhunde.

Alles zur Hundesteuer sowie An und Abmeldung erfährst du hier: ➡️ Hundesteuer, Hunde anmelden , Hunde abmelden


2. Kennzeichnung

Dein Hund muss mit einem elektronisch lesbaren Transponder gechippt sein.

Außerhalb befriedeter Grundstücke muss dein Hund außerdem Halsband oder Brustgeschirr tragen und der Hund ist anzuleinen, dazu mehr unter 3.


3. Hundeanleinpflicht

Eine der wohl wichtigsten Regeln für Hundehalter in Hamburg ist die Hundeanleinpflicht. Hier gibt es immer wieder viele Fragen und Diskussionen.

In Hamburg gilt eine allgemeine Hundeanleinpflicht. Ledliglich auf aufgewiesenen Hundeauslaufzonen dürfen alle Hunde (außer Listenhunde ohne Leinenbefreiung) frei laufen. Im Hamburger Hundegesetz ist auch genau definiert, was Leinenpflicht bedeutet:

Der Hund ist an einer höchstens 2 Meter langen, geeigneten, insbesondere reißfesten Leine zu führen. Dementsprechend ist ein Hund an der Schleppleine kein ordnungsgemäß angeleinter Hund.

In Hamburg gibt es derzeit 139 Hundeauslaufzonen. Hier dürfen alle Hunde (außer gefährliche Hunde) frei laufen.

Daneben gibt es  freigegebene Wege, Pfade und Rasenflächen in Grün- und Erholungsanlagen (§ 9 Abs. 3 Hundegesetz)auf denen Hunde frei laufen dürfen, die eine Gehorsamkeitsprüfung abgelegt haben. Von diesen gibt es in Hamburg derzeit 101.
Laut Hamburger Hundegesetz sollen diese Flächen
als Ergänzung neben Straßen, Wegen und Verkehrsflächen, die für diese Hunde automatisch freigegeben sind, zur Verfügung stehen und als weiteres Angebot von Hundehalterinnen und Hundehaltern genutzt werden können.

Wie du die Leinenbefreiung erhältst und was du dafür brauchst, erfährst du hier.

Wichtig:Die Leinenbefreiung musst du stets mit dir mitführen, wenn dein Hund frei läuft.


4. Haftpflichtversicherung

Wer einen Hund hält, geht immer das Risiko ein, dass der Vierbeiner Schaden bei Dritten verursacht. Das können Sach- oder Personenschäden sein. Ob der Hund sich mit einem anderen Hund rauft und diesen dabei verletzt, ein Kind umrennt oder ganz unabsichtlich gegen ein Fahrrad rennt und dieses dabei kaputt macht – es gibt sehr viele Fälle, in denen ein Hund Schaden verursachen kann. Eine Haftpflichtversicherung ist daher in Hamburg für Hundehalter*innen Pflicht. Das ist aber auch im Interesse der Besitzer. Hat man keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, kann es zum einen sehr teuer werden, zum anderen kann auch ein Bußgeld drohen.


5. Kotbeseitigungspflicht

In Hamburg gibt es eine Kotbeseitigungspflicht – du musst die Hinterlassenschaften deines Hundes also entfernen. Bei Budni, DM und der Stadtreinigung erhältst du Gassibeutel auf Anfrage kostenlos.

Hier mehr zu kostenlosen Gassibeuteln nachlesen

Du kannst Gassibeutel auch in vielen Drogerien und Supermärkten kaufen.

Wer den Kot nicht beseitigt und dabei erwischt wird, muss u.U ein Bußgeld zahlen.

Die wichtigsten Bußgelder im Überblick:

Bußgelder


6. Besondere Regeln für Listenhunde & Gefährliche Hunde

Besondere Regeln gelten für sogenannte Listenhunde. Einige Hunde werden (leider) perse qua Rasse als „gefährlich“ eingestuft. Dann müssen in Hamburg bestimmte Auflagen erfüllt werden, um einen solchen Hund überhaupt halten zu dürfen. Z.B gilt für diese Hunde eine Maulkorbpflicht. Auch Nicht-Listenhunde können aufgrund aggressiven Verhaltens als gefährlich eingestuft werden. 

Es ist jedoch möglich, eine „Widerlegung der Gefährlichkeitsvermutung“ zu erbringen. Dazu wird ein Wesenstest durchgeführt. 

Mehr zum Thema „Mit Listenhund in Hamburg“


7. Kommen wir nun zu den schönen Dingen zur Hundehaltung in Hamburg!

In Hamburg leben mittlerweile rund 100.000 Hunde. Dementsprechend kannst du mit deinem Hund in der Stadt auch viel erleben. Es gibt viele Angebote rund um den Hund.

Entdeckt zum Beispiel zusammen die schönsten Hundewiesen oder neue Gassirunden. Auch in vielen Restaurants und Cafés in Hamburg sind Hunde erlaubt.

Es gibt zudem tolle Veranstaltungen rund um den Hund in Hamburg und im Norden Deutschlands. Zum Beispiel findet im Herbst in einigen Schwimmbädern das Hundeschwimmen statt. Im Winter gibt es manchmal einen Hunde-Weihnachtsmarkt. Im Frühjahr oder Sommer lohnt sich ein Besuch ans Gewässer. Es gibt leider nur drei offizielle Hunde-Badestellen in Hamburg. Im Sommer kannst du mit deinem Hund Eis essen gehen.

Und: Auch das Meer ist nicht weit weg. Du kannst (je nachdem wo du wohnst) in unter einer Stunde an die Ostsee kommen. Im Winterhalbjahr darfst du hier an vielen Strandabschnitten den Hund frei laufen lassen, z.B in Scharbeutz.

Es gibt viele Möglichkeiten mit deinem Hund Hundesport zu betreiben. Z.B Agility, Dogdancing oder Mantrailing.

Du hast allgemeine Fragen zur Hundehaltung in Hamburg? Dafür gibt es das Bürgertelefon der Stadt Hamburg. Von Montag bis Freitag erreichst du unter 040 115 dort Menschen, die dir behilflich sind.


Quellen & Mehr

Das waren nur die wichtigsten Regeln für Hundehalter in Hamburg. Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Regularien – welcome to germany.

HiH
Author: HiH

Hundefan 🙂

HiH

Hundefan :-)

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