Der letzte Weg: Hunde beerdigen

Hunde nach dem Tod: Infos zum Thema Tierfriedhöfe, Einäscherung, Hund beerdigen

  1. Einschläfern lassen
  2. Wohin mit dem Körper?
  3. Tierbestattungen in HH?
  4. Hund im Garten begraben?
  5. Tierfriedhöfe in HH?
  6. Mensch-Tier-Bestattung

 

Hunde nehmen einen wichtigen Platz im Leben des Menschen ein – sie sind beste Freunde, Familienmitglieder – treue Seelen, denen wir gern auch noch nach dem Gang über die Regenbogenbrücke Wertschätzung entgegenbringen möchten. Der Tod des geliebten Hundes ist ein schweres Thema, welches wir gerne verdrängen. Es ist aber ratsam, sich rechtzeitig über die Möglichkeiten der Bestattung zu informieren.

Wo einschläfern?

Die Euthanesie wird ausschließlich vom Tierarzt durchgeführt. Viele Tierärzte bieten den Service an, diese beim Vierbeiner zuhause vorzunehmen, so dass der Hund die letzten Atemzüge in vertrauter Umgebung machen darf.

Wohin mit dem Körper?

Falls der Hund beim Tierarzt eingeschläfert wird, ist es möglich, dass der Körper auch durch die Praxis beseitigt wird (gegen Gebühr). Dann wird der Körper durch eine Tierkörperverwertung beseitigt.
Es ist auch möglich, selbst ein 
Tierkörperbeseitigungsunternehmen zu beauftragen. In Hamburg wird das durch die Firma Rendac gemacht. Es klingt nicht schön, entspricht aber der Realität: In diesen Anlagen werden die Tierkörper zu Tiermehl weiterverarbeitet. 

Vielen Halter*innen möchten diesen Schritt aber nicht gehen, sondern wollen ihren vierbeinigen Freund einen würdigen Abschied bereiten – das kann durch ein Begräbnis geschehen oder auch durch die Einäscherung in einem zugelassenen Tierkrematorium

Wer seinen Hund einäschern lasst, kann ihn entweder ebenfalls in einem Grab beisetzen lassen oder aber auch die Asche mitnehmen. 


→ Welche Tierbestattungen gibt es in Hamburg?

In Klammern stehen die angebotenen Leistungen 

In welchem Krematorium der Hund eingeäschert wird, hängt vom Bestatter ab und muss erfragt werden.

Wie funktioniert die Seebestattung?

Die Seebestattung funktioniert wie auch beim Menschen – es wird ein Boot gechartert und die Asche anschließend in die Ost-, Nordsee oder Elbe gestreut. 

Den Hund auf dem Balkon weiterleben lassen – was ist eine Baumbestattung? 

Sowohl Liebestier-Bestattungen als auch Animal Tree bieten es an: Die Baumbestattung. Bei Liebestier wird die Asche nach der Kremierung mit Erde vermischt und ein Erinnerungsbaum in diese Substanz eingepflanzt.

Bei Animal Tree wird die Urne zusammen mit dem Baum eingepflanzt. Die Urne ist biologisch abbaubar – sie wird sich zersetzen und die Baumwurzeln können so durch die Kraft der Asche wachsen. Für balkonlose Leute gibt es auch eine Indoor-Varianten.

Das ist eine tolle Möglichkeit, um deinen Liebling immer in der vertrauten Umgebung zu behalten und ihn „weiterleben“ zu lassen.


Darf man Hunde auch im Garten begraben?

Ja, auch das ist eine Option. Wer ein eigenes Grundstück besitzt, darf sein Tier auf diesem begraben. Folgendes gilt es zu berücksichtigen:

  • Es dürfen nur einzelne Tierkörper beerdigt werden
  • Das Grundstück darf nicht im Wasserschutzgebiet liegen
  • Das Grab darf nicht in der Nähe von öffentlichen Wegen und Plätzen sein
  • Der Körper muss mit mindestens 50 cm Erdschicht bedeckt sein.

Wer allerdings keinen Garten hat und trotzdem gern eine Ruhestätte für seinen Hund haben möchte, für den gibt es die Option des Tierfriedhofs.


Was kosten Tierfriedhöfe und welche gibt es?

In Hamburg gibt es zwei Möglichkeiten, den Hund auf dem Friedhof zu begraben: Das ist zum einen der Tierfriedhof Jenfeld und zum anderen der Gemeinschaftsgarten Mensch-Tier in Ohlsdorf. Hier kann das Haustier gemeinsam mit dem Menschen begraben werden. 

Darüber hinaus gibt es allerdings noch 3 Möglichkeiten in Schleswig-Holstein, in unmittelbarer Nähe zu Hamburg: Dazu zählen der Tierfriedhof Nord in Norderstedt beim Tangstedter Forst, der Tierfriedhof SH-Hamburg in Holm.

Tierfriedhof Jenfeld

Der Tierfriedhof Jenfeld bietet Erd-, Feuer-, und Seebestattungen an.

Die Kosten für die Beisetzung richtet sich nach dem Gewicht des Hundes und geht ab 150 Euro (Körpergewicht 1-10 Kg) los. Der Sarg, Blumenschmuck und Aufbahrung im Trauerraum sind hier inkludiert. 

Ein Pachtkosten für ein kleines Grab liegen bei 85 Euro im Jahr, während ein großes Grab 95 Euro im Jahr kostet. Die Mindestpachtzeit beträgt 5 Jahre. Hinzu kommen die Kosten für die Grabpflege.

Es ist auch möglich, seinen Hund in einem anonymen Grab beisetzen zu lassen. Die Kosten für ein anonymes Grab fallen nur einmalig an und betragen 80 Euro oder 100 Euro.

Außerdem gibt es Urnengräber. Die Preise sind nicht bekannt. Der Friedhof arbeitet zusammen mit dem Krematorium Elysium. Das Kremieren stellt einen eigenen Kostenpunkt dar und muss beim Krematorium erfragt werden. Es gibt Einzel- und Gemeinschaftskremierungen.

Der Friedhof kann sowohl den Transport zum Friedhof als auch zum Krematorium übernehmen. Die Kosten dafür richten sich nach der Entfernung.

Zur Seite des Friedhofs 

Tierfriefhof Nord (Norderstedt)

Auch der Tierfriedhof Nord bietet Erdbestattungen und Feuerbestattungen an. Die Preise für die Erdbestattung beginnen bei 50 Euro (Tiergewicht bis 1 Kg) und gehen bis zu 340 Euro (60 Kg).

Die Pacht für ein Grab beträgt 90 pro Einzelgrab. Die Mindestpachtzeit beträgt 3 Jahre.

Hinzu kommen die Kosten für die Grabpflege. Wer das selbst machen möchte, zahlt dafür natürlich nicht. 

Tierische Besucher sind auf dem Friedhof natürlich willkommen. 

Zur Seite des Friedhofs 

Tierfriedhof SH-HH in Holm

Der Tierfriedhof in Holm bieten Erdbestattungen an. Die Kosten für die Bestattung liegen bei 75 Euro. Ein Reihengrab kostet 200 Euro. Ein Einzelgrab kostet 270 Euro für 4 Jahre, inkludiert sind Marmorplatte und Platteneinfassung. Die jährliche Verlängerung kostet 50 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Grabpflege.

Zur Seite des Friedhofs 


Mensch-Tier-Bestattungen

Aufgrund der hohen Nachfrage wurde mit Wirkung zum 1. März 2020 auf dem Friedhof Ohlsdorf die Mäglichkeit der Mensch-Tier-Bestattung eingeführt. Im Osten des Friedhofs gibt es nun den Gemeinschaftsgarten Mensch und Tier. Die Tiere müssen eingeäschert werden, die Menschen dürfen auch im Sarg beerdigt werden. Trauerfeiern in der Kapelle für die Tiere gibt es nicht. Einen gemeinsamen Grabstein darf es aber geben, jedoch muss der Name des Menschen über dem Tier stehen.
Die Kosten für das Urnengrab gehen bei 1.625 Euro los und die für das Sarggrab bei 2.162,50 Euro.

Hier geht es zum Flyer

 


 

ann
Author: ann

Hundefan 🙂

ann

Hundefan :-)

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