Hundmesse Gut Basthorst

Eigentlich halte ich nicht viel von Hundemessen. Nicht wenn sie in riesigen Hallen sind, in denen Stand an Stand gereiht ist und auf denen man mit einem Haufen Papiermüll wieder hinausgeht. Schlimmer noch sind Rassehundemessen, ich glaube das muss ich nicht groß erklären. Die besuche ich aus Prinzip nicht. Aber eine Hundemesse auf einem Gutshof? Das kann so schlimm nicht sein, dachte ich. Also fuhr ich letzten Sonntag in die Nähe von Schwarzenbek, um mir ein Bild zu machen.
Nachdem man fünf Euro Eintritt bezahlt hatte, erwartete mich hauptsächlich eine große Scheune. Hier waren die Stände aufgebaut; es wurden Halsbänder, Leinen,  jede Menge Futter und Sonstige Dinge rund um den Hund feilgeboten.  Menschen drängelten sich auf dem engen Gang, einige hatten ihre Hunde mitgebracht, die hier nur rein durften, wenn sie einen gültigen Impfpass besitzen (was auch völlig legitim ist). Da ich eher zum Schauen da war, als konkret nach irgendetwas zu suchen, hatte ich die Stände in der Scheune ziemlich schnell umrundet.

Zughundesport

Die Programmpunkte der Messe konnte ich auf dem Flyer ablesen, der mir eingangs in die Hand gedrückt wurde. Leider war ich so spät, dass das (ohnehin recht rare) Programm nur noch zwei Punkte vorsah. Um 15:45 sollte der Zughundesport der Zughundeschule Nord vorgestellt werden. Das wollte ich mir gern angucken, davon hatte ich bisher gar nichts gehört. Ich ging also raus aus der Scheune in den Hof, auf dem auch noch drei oder vier Stände aufgebaut waren und auf dem (so vermutete ich jedenfalls) die „Vorführungen“ stattfinden sollten.

Es wurden drei Zughunde vorgestellt. Der erste Hund präsentierte mit seinem Frauchen die generelle Idee des  Zughundesports, indem er vor seinem Frauchen an einem Seil auf Spannung her lief, welches an seinem Geschirr sowie an ihrer Hüfte befestigt war. Es ist kein gewöhnliches Geschirr, sondern ein speziell für den Zughundesport geeignetes, da man sonst der Wirbelsäule des Hundes schaden würde. Als nächstes wurde der Zughundesport mit Fahrrad und mit einem kleinen Wagen (siehe Foto) vorgestellt. Der Zughundesport ist vor allem für große und kräftige Hunde geeignet, die viel Auslastung benötigen. Wer seinen Hund zum Zughund machen möchte, sollte dies auf jeden Fall unter fachlicher Anleitung tun. Informationen gibt es beispielsweise hier: http://www.zughundesport.de/. Nach nur zehn Minuten war die Vorstellung, die mit Mikrofon begleitet wurde, leider auch schon wieder vorbei.

Hunde auf Messen

Ich stärkte mich mit einer Portion Pommes und überlegte, was ich hier eigentlich machte. Ich dachte über die anwesenden Hunde von den Besucherinnen und Besuchern auf der Messe nach. Ich verstehe nicht, wieso man seine Hunde hier mit herbringen muss (es sei denn natürlich, man ist Teil des Programms). Einige der „anderen“ Vierbeiner wirkten sichtlich gestresst. Lohnt es sich wirklich, den Hund hierhin mitzunehmen, nur um auch ja die richtige Deckengröße zu kaufen?
Die Reize für den Hund sind hier stark: Überall riecht es nach Futter und überall sind andere Hunde an Leinen. Meiner Meinung nach ist das nur etwas für super entspannte Hunde und davon habe ich leider nur wenige gesehen.
Nach einer Stunde habe ich die Messe verlassen und ziehe das Fazit: Es war ganz nett, aber wirklich sehr klein, wobei ich für den Eintrittspreis auch nicht viel erwartet habe. Immerhin gab es nicht ganz so viel schwachsinniges Zeug, wie ich erst befürchtet hatte.

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