Hundesport vorgestellt: Obedience

 

  1. Allgemein
  2. Was muss gemacht werden?
  3. Was muss der Hund mitbringen?
  4. Und was muss der Mensch mitbringen?
  5. Obedience vs. Rallye Obedience 
  6. Wo in Hamburg wird Obedience angeboten

 

Obedience („Uhbiedieänz“) ist eine Hundesportart aus England und heißt übersetzt „Gehorsam“. Manch eine*r vergleicht den Hundesport gern mit dem Dressurreiten. Genau wie dort kommt es auf Harmonie zwischen Mensch & Tier, Gehorsamkeit sowie Präszision der Ausführungen an.

Du kannst Obedience auch als eine Art „Erweiterung der Grundkommandos“ betrachten. Diese sind Basis für jegliches Obedience-Training. Bevor du mit dem Training beginnst, sollte dein Hund „Sitz, Platz, Bleib“ etc. beherrschen und sich gut abrufen lassen.
Im Obedience-Training geht es unter Anderem darum, diese Kommandos auch über eine größere Distanz abzufragen. Diese Distanz wird von Leistungsklasse zu Leistungsklasse größer. Neben der Sektion Beginner, gibt es die Leistungsklassen 1-3. In letzterer werden auch Landes-, Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt. Wettkämpfe gibt es natürlich auch schon auf regionaler Ebene. Selbstverständlich müsst ihr an diesen nicht teinehmen, sondern könnt auch just for Fun (!) Obedience betreiben.

Die Sportart eignet sich für Menschen und Hunde, die ihre Bindung zueinander gern verfestigen möchten und die gern gefordert werden. An oberster Stelle steht natürlich der Spaß.

Übriges: Auch die Prüfungen für Rettungs- und Schutzhunde enthalten eine Gehorsamprüfung, die den Aufgaben des Obedience sehr nahe kommt.


Was muss gemacht werden?

Hier ein paar Beispiele für die Übungen in den verschiedenen Leistungsklassen:

Beginner
  • Verhalten gegenüber anderen Hunden
  • Um ein Pylon schicken
  • Voraussenden in ein Quadrat
  • Sitz und Platz aus der Bewegung
Leistungsklasse 1
  • Sprunghöhe bis 50 cm
  • 1 Minuten Sitzen in Sicht
  • Voraussenden in ein Quadrat (15 m Entfernung)
  • Rücksprung über die Hürde

Leistungsklasse 2

  • 2 Minute Liegen außer Sicht
  • Voraussenden in ein Quadrat mit Platz und Abrufen (23 m Entfernung)
  • Geruchsunterscheidung aus 6 Gegenständen
  • Metallapport über eine Hürde
Leistungsklasse 3
  • 2 Minuten Sitzen außer Sicht
  • Apportieren mit Richtungsanweisung
  • Um einen Pylon senden mit Sitz, Platz oder Steh, und Holzapport über eine Hürde

Was muss der Hund mitbringen?

Um Obedience ausüben zu können, muss dein Hund dir vertrauen. Oberstes Gebot ist außerdem, dass dein Hund Spaß an der Arbeit hat. Nur dann wirst auch du Spaß an dem Sport haben und ihr werdet ggf. erfolgreich Wettkämpfe bestreiten. Das Schöne: Hunde jeder Rasse, jeden Alters und jeder Größe können beim Obedience mitmachen. Für die Wettkämpfe ist allerdings ein Mindestalter von 15 Monaten sowie das Ablegen der Begleithundeprüfung Voraussetzung. Dein Hund sollte sich gut konzentrieren können und geduldig sein. Außerdem ist es wichtig, dass er sich mit Artgenossen verträgt und auch von anderen Menschen anfassen lässt.
Der Sport ist vor Allem für Hunde geeignet, die gern geistig gefordert werden. Bist du der Ansicht, dass dein Hund in erster Linie körperlich ausgepowert werden sollte, weil du ein kleines Energiebündel daheim hast, könnte vielleicht eher ein anderer Hundesport, wie z.B Agility das Richtige für euch sein.


Was muss der Mensch mitbringen?

Im Gegensatz zum Agilty z.B ist Obedience auch für körperlich weniger fitte Menschen geeignet. Auch Menschen mit Handicap (z.B Rollstuhl) können Obedience mit ihren hunden ausüben!
Als Mensch brauchst du außerdem viel Geduld – nicht jeder Hund wird alles superschnell umsetzen können. Du solltest konsequent sein können, aber trotzdem immer liebevoll bleiben – die Freundschaft zu deinem Hund ist das A und O. Wenn du an Wettkämpfen teilnehmen möchtest, musst du mit deinem Hund die Begleithundeprüfung absolviert haben.


Obedience vs. Rally-Obedience

Neben Obedience gibt es auch noch Rally-Obedience. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um den Ablauf einer kleinen Rallye. Die Rally-Variante ist etwas „sportlicher“, da es auch mehrere Agility-Elemente enthält. Es geht hier auch etwas lockerer zu. Als reine Fun-Sportart ausgelegt, brauchst du zum Beispiel für Wettkämpfe keine vorausgegangene Begleithundeprüfung absolviert haben. In den Prüfungen darfst du außerdem – anders als bei der klassischen Variante– Leckerlie und Leine verwenden. Du darfst permanent mit deinem Hund kommunizieren. Das heißt, du gibst ihm nicht nur Kommandos, sondern darfst ihn auch anfeuern.

Es gibt etwa 50 verschiedene Übungen beim Rally Obedience. Während eines Pacours werden 10-20 von diesen absolviert. Was zu tun ist, wird auf einem Schild angezeigt. Die Aufgaben enthalten beispielsweise:

  • Slalom (um Pylonen)
  • Abfrage klassischer Kommandos
  • Hindernisslauf
  • Drehungen/Wendungen unterschiedlichen Grades
Klassen

Ebenso wie beim klassischen Obedience, ist auch die Rally-Variante in 4 Klassen eingeteilt: Es gibt die Beginner und dann die Leistungsklassen 1-3. Außerdem gibt es eine Seniorenklasse, für Hunde ab 8 Jahren. Darüber hinaus gibt es eine Junior-Sparte für Jugendliche. Diese können die gleichen Parcours wie die Erwachsenen bestreiten, erhalten aber 5 Minuten mehr Zeit und eine eigene Platzierung.

Hunde mit Behinderung können auch an Wettkämpfen teilnehmen (das gilt für beide Varianten).

Ausgeschlossen sind laut VDH: „Trächtige oder säugende Hündinnen, kranke oder verletzte und ansteckungsverdächtige Tiere“.

♠ Regelwerk Rally Obedience vom VDH


Angeboten wird Obedience/Rallye Obedience in Hamburg u.a hier:

♠ GHV Walddörfer
♠ NPV Altona
 NPV Altona (Rally Obedience)
HSV Teamwork 
♠ HMT-HH
Hundeschule Dogaktiv  
PHV Alstertal  
Agility Hamburg 

ann
Author: ann

Hundefan 🙂

ann

Hundefan :-)

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